Wissenschaft

Was Meditation kann – und was nicht.

Was Meditation kann – und was nicht

Meditation kann dir helfen, bewusster mit Gedanken, Gefühlen und Körperempfindungen umzugehen. Die Forschung findet unter anderem positive Effekte auf Stress, bestimmte Formen von Angst und Depression sowie Schmerzen. Aber Meditation löst nicht automatisch die Probleme, die dahinterstehen.1

Sie ersetzt weder Schlaf noch Bewegung und auch keine notwendige medizinische oder psychotherapeutische Behandlung. Und genauso wie andere wirksame Methoden fühlt sich Meditation nicht für jeden Menschen immer gut an. Unangenehme Gedanken, Angst oder andere belastende Erfahrungen können während der Meditation auftreten.2

Viele Menschen berichten, dass sie durch regelmäßige Meditation bewusster wahrnehmen, was sie denken und fühlen, und reflektierter durch ihren Alltag gehen. Genau solche Fähigkeiten werden durch Achtsamkeitsmeditation trainiert und können langfristig den Umgang mit Gedanken, Gefühlen und schwierigen Situationen verändern.

Meditation verändert nicht unbedingt, was passiert – sondern möglicherweise die Beziehung dazu. Das ist besonders interessant bei Dingen, die sich nicht einfach willentlich abschalten lassen: Schmerz, Angst, unangenehme Gefühle oder wiederkehrende Gedanken.

Wenn dir Meditation allerdings dauerhaft nicht guttut, musst du dich dazu nicht zwingen. Mehr Meditation ist nicht automatisch bessere Meditation. Versuche andere Techniken oder suche dir professionelle Hilfe.

Quellen

  1. Goyal et al. (2014) Meditation Programs for Psychological Stress and Well-being: A Systematic Review and Meta-analysis
  2. Farias et al. (2020) Adverse events in meditation practices and meditation-based therapies: a systematic review