Schmerz entsteht nicht nur dort, wo es wehtut. Das Gehirn verarbeitet und bewertet Signale aus dem Körper und daraus entsteht unsere bewusste Schmerzerfahrung. Aufmerksamkeit, Gefühle und Erwartungen können diese Erfahrung zusätzlich beeinflussen.
Genau hier kann Meditation ansetzen. Sie kann verändern, wie wir unsere Aufmerksamkeit auf Schmerzen richten und wie wir auf die Empfindung reagieren. Studien zeigen, dass achtsamkeitsbasierte Verfahren bei chronischen Schmerzen helfen können. Die Effekte auf die reine Schmerzintensität sind allerdings nicht immer groß oder eindeutig.1
Das ist ein wichtiger Unterschied: Eine Meditation muss einen Schmerz nicht verschwinden lassen, um den Umgang damit zu verändern.
Und natürlich behandelt Meditation nicht automatisch die körperliche Ursache eines Schmerzes. Neue, starke oder anhaltende Schmerzen gehören medizinisch abgeklärt.