Wenn Meditation schwierig wird

Wenn beim Meditieren Angst aufkommt

Auch Angst kann während einer Meditation auftreten. Wenn äußere Ablenkungen wegfallen und die Aufmerksamkeit stärker nach innen gerichtet wird, können Gedanken, Gefühle oder Körperempfindungen deutlicher werden. Gerade körperliche Empfindungen wie Herzschlag oder Atmung können bei manchen Menschen die Angst zusätzlich verstärken.1

Du musst in diesem Moment nicht weiter nach innen schauen. Öffne die Augen und orientiere dich bewusst im Raum. Bewege dich, spüre den Boden unter deinen Füßen oder richte deine Aufmerksamkeit auf etwas in deiner Umgebung.

Wenn du möchtest, kannst du die Meditation später mit einer anderen Technik oder kürzer versuchen. Eine Meditation abzubrechen bedeutet nicht, dass du etwas falsch gemacht hast.

Allerdings kann Meditation langfristig auch gegen Angst helfen. Du kannst lernen, die Angst wahrzunehmen, ohne nur ängstlich zu sein. Zwischen einer Erfahrung und der Beobachtung dieser Erfahrung kann psychologisch ein Abstand entstehen.2

Tritt starke Angst jedoch wiederholt während der Meditation auf oder kennst du ähnliche Angst auch aus deinem Alltag, solltest du sie nicht einfach wegmeditieren. Professionelle Unterstützung ist oft sinnvoller als noch mehr Meditation.

Quellen

  1. Farias et al. (2020) Adverse events in meditation practices and meditation-based therapies: a systematic review
  2. Goyal et al. (2014) Meditation Programs for Psychological Stress and Well-being: A Systematic Review and Meta-analysis

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